Ronsdorf - familienfreundliche Wohnlage

Gegründet von Elberfelder Pietisten und bis 1929 selbstständig - seitdem der Stadt Wuppertal zugehörig

Südlich von Barmen und Elberfeld gelegen, führte Ronsdorf bis zum Jahr 1745 ein beschauliches Dasein. Eigentlich bestand das spätere Dorf nur aus einer größeren Hofanlage, gelegen im Kirchspiel Lüttringhausen. Ausgedehnte Wälder prägten das Bild dieses bergischen Landstrichs. Bis sich ein Elberfelder Fabrikant mit einigen Gleichgesinnten auf den Weg machte, um hier eine Kommune der Gläubigen zu errichten. Elias Eller gilt mit seinen pietistischen Glaubensbrüdern bis heute als der eigentliche Gründer von Ronsdorf. Heute zeigt sich die Wohnlage von ihrer besten Seite. Umgeben von schöner Natur, mit kurzen Wegen nach Barmen und Elberfeld sowie einem nahegelegenen Autobahnanschluss an die BAB 1, lebt man hier ruhig und familiär.

Das Dorf der Gläubigen und seine historischen Anfänge

Im Jahre 1494 wird Ronsdorf in den Annalen erstmals erwähnt. Es lässt sich der Bezug zu einem 'Johannes von Rondsdorp' feststellen, vermutlich handelte es sich hier um einen einzelnen Hof, der in Nachbarschaft zur Honschaft Erbschlö lag und dem Kirchspiel Lüttringhausen zugerechnet wurde. Der Elberfelder Fabrikant Elias Eller, in dessen Familienbesitz sich eine Bandwirkerei befand, zählte zu den wichtigen Personen der aufstrebenden Industriestadt Elberfeld und verfügte über hervorragende Beziehungen zum preußischen Hof.

Er lernte in den 1770er Jahren die Prophetin und Seherin Anna Catharina vom Büchel kennen, die einer sehr strengen Ausrichtung des evangelischen Glaubens, dem sogenannten Pietismus anhing. Gemeinsam gründeten sie eine Sammlung von Gleichgesinnten, welche im Jahr 1775 von Elberfeld nach Ronsdorf auf ein weitläufiges Areal umzogen, um hier das neue himmlische Jerusalem zu errichten. Die eingeschworene Gemeinschaft umfasste rund 775 Bürger und bleibt ein Beispiel dafür, wie stark der evangelische Glaube in der damaligen Zeit -neben den Fortschritten in der Produktionstechnisierung- das Bergische Land als Industrieregion prägte.

Bandwirkerei und Kleineisen-Industrie

Als Fabrikant war Elias Eller natürlich klar, dass seine Gemeinschaft Arbeit benötigen würde, um sich in der neuen Gemeinde autark ernähren zu können. Er errichtete auf dem großzügigen Areal, welches er für die Pietisten erworben und bereits urbar gemacht hatte, eine eigene Bandwirker-Fabrik. Diese Form der Textilveredelung hatte den Vorteil, dass man sie auch ohne das Wasser der Wupper durchführen konnte. Während das traditionelle Bleichen weiterhin auf das Wupperwasser angewiesen war, konnte man die weiterführende Textilproduktion eben auch auf den Südhöhen in Ronsdorf durchführen.

So entstand hier die Tradition der Bandwirkerei, welche über Jahrzehnte die Wirtschaft in Ronsdorf maßgeblich bestimmte. Es entstand sogar eine Bandwirkerschule mit überregional gutem Ruf. Im Umfeld von Ronsdorf siedelte sich jedoch primär familiär organisierte Kleineisen-Industrie an. Die Schwerpunkte lagen hier in Cronenberg, Remscheid und Solingen. Nach dem Tod von Elias Eller und Anna Catharina vom Büchel nahm der religiöse Eifer immer mehr ab. Die Besiedelung von Ronsdorf Schritt weiter voran und so mischte sich die Textil- und Kleineisen-Industrie in besonderer Weise.

Bergische Fachwerkhäuser und der II. Weltkrieg

Elias Eller hatte das Dorf ursprünglich wie auf dem Reißbrett geplant. Zwei- bis dreigeschossige, verschieferte Fachwerkhäuser im Bergischen Stil prägten das Bild. Hier lebten die Mitglieder der Glaubensgemeinschaft. Diese Anlage blieb über eine lange Zeit für das Zentrum Ronsdorfs prägend. Bis zu einem verheerenden Bombenangriff in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai 1943. Die alliierten Streitkräfte griffen Ronsdorf mit voller Wucht an. Dabei handelte es sich hier um einen Irrtum.

Ein Abwehrmanöver der deutschen Wehrmacht hatte dafür gesorgt, dass das eigentlich als Ziel auserkorene Vohwinkel verschont blieb - während in Ronsdorf das Zentrum nebst Bebauung nahezu vollständig zerstört wurde. Fast alle Wohnhäuser in Ronsdorf gingen in dieser Nacht in Flammen auf und nur sehr wenige Fachwerkhäuser im bergischen Baustil sind bis heute erhalten. Dabei tragen gerade diese wenigen Bauten erheblich zum Charme des Stadtbildes bei.

Ronsdorf - Wohnen im Grünen mit hohem Freizeitwert

Wenn man die Wohnlage in Ronsdorf aus heutiger Sicht bewertet, steht vor allem der hohe Freizeitwert im Fokus. Gerade für Familien bietet Ronsdorf mit seinen Wäldern, Feldern und bergigen Landschaften die besten Voraussetzungen für schönes Wohnen. Besonders hervorzuheben ist dabei das historische Gelpetal mit seinen traditionellen Ausflugslokalen und natürlich die Ronsdorfer Talsperre - ein Habitat für viele typische Pflanzen- und Tierarten der Region.

In den letzten Jahren wurden weitere Wohngebiete ausgewiesen, die gerade durch die Nähe zur Natur von einigen Bauträgern als Baugrund gekauft und attraktiv bebaut wurden. Neben der Natur und der frischen Luft liegt eine weitere Stärke Ronsdorfs vor allem in der guten Anbindung an die BAB 1. Mit der eigenen Auffahrt sind die Wege nach Dortmund oder Köln schnell zu überbrücken.

Aber auch die Fahrt in die Wuppertaler Innenstadt ist nicht allzu zeitaufwändig. Grundsätzlich bietet Ronsdorf mit seinem gemütlichen Ortskern alles was das Herz begehrt, womit die Fahrt in das Wuppertaler Stadtzentrum -gerade für ältere Herrschaften- überflüssig wird. Noch steht Ronsdorf nicht bei jedem Immobiliensuchenden im Fokus - für Familien jedoch eine attraktive Alternative zu anderen Wohnlagen rings um die Wupper.

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